Teilen auf Facebook   Link verschicken   Drucken
 

Unser Schwarzwild

Am Sonntag den 21.01.2018 konnten wir nach mehr maligen verschieben des Termins, nun doch noch unsere kleine alljährliche Drückjagd durchführen. Im Gesichtspunkt der heran nahenden AFP (Afrikanische Schweinepest) und den damit verbundenen Nachteilen und Auflagen für die Allgemeinheit, stand die Bejagung des Schwarzwildes im Vordergrund. Bei herrlichstem Wetter und leichtem Frost treffen sich 18 Teilnehmer der Jagd auf unserem Hof. Nach der üblichen Belehrung und Einweisung ging es mit möglichst wenig Fahrzeugen ins Revier. Als die Schützen ihre Stände eingenommen hatten, gingen die fleißigen Treiber ihrer Aufgabe nach. Nach den im Oktober wütenden Herbststürmen war das nicht immer so leicht, es lange viele Bäume um über die sie klettern mussten. Die ersten Sichtungen von Schwarzwild ließen nicht lang auf sich warten und die ersten Schüsse vielen. Gegen 12.30 hieß es Hahn in Ruh und die erlegten Stücke wurden geborgen. Anschließend ging es zum Strecke Legen und Verblasen zurück auf unseren Damwildhof. Dort war bereits das Lagerfeuer am knistern und die frierenden Schützen konnten sich nicht nur daran wärmen. Im Ergebnis der kleinen Drückjagd auf ca. 20 ha lagen auf der Strecke 5 Stück Schwarzwild.

 

Ich bedanke mich vor allem nochmal bei den fleißigen Treibern für das aufgebrachte Wild und bei den Schützen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe.

 

     Drückj

 

 

 

 

 

Zoologisch gehört das Wildschwein, der einzige Nichtwiederkäuer beim Schalenwild in Europa, zur Ordnung der Paarhufer. Es ist in Deutschland und vielen Ländern Europas weit verbreitet. Sein ursprünglicher Lebensraum ist der Wald. Auf Nahrungssuche kommt es jedoch vor, dass Wildschweine den Wald verlassen und auf Feldern und Äckern erheblichen Wildschaden verursachen. Das Wildschwein ist ein ausgesprochener Allesfresser. Seine Nahrungsgrundlage bilden dabei Eicheln und Bucheckern. Insgesamt hat sich der Schwarzwildbestand in den letzten Jahren um ein Vielfaches gesteigert. Grund hierfür ist einerseits das Fehlen natürlicher Feinde, andererseits der gut entwickelte Geruchs- und Gehörsinn sowie die hohe Intelligenz der Tiere.

 

Dies erschwert die Jagd auf die Tiere. Wildsauen leben in Rottenverbänden, die von einer erfahrenen Leitbache angeführt werden. Weibliche Nachkommen verbleiben meist in dieser Familienrotte, die männlichen Tiere werden mit spätestens 18 Monaten aus dem Verband abgeschlagen. Erwachsene Keiler gesellen sich nur in der Rauschzeit zur Rotte, um die Sauen zu beschlagen.